Pressemitteilung (28.8.2026): Hamburgs Zukunft braucht starke Hochschulen

Finanzielle Rahmenbedingungen und Konsolidierungsdruck dürfen die Leistungsfähigkeit von Studium, Forschung und Innovation in Hamburg nicht gefährden

Hamburgs staatliche Hochschulen haben in den vergangenen Jahren gemeinsam mit der Freien und Hansestadt Hamburg viel erreicht: Sie bilden dringend benötigte Fachkräfte aus, stärken Forschung und Innovation und treiben den Wissenstransfer in Gesellschaft und Wirtschaft voran.

Vor diesem Hintergrund blickt die Landeshochschulkonferenz Hamburg (LHK) mit großer Sorge auf die geplanten finanziellen Rahmenbedingungen für die Hochschulen im Doppelhaushalt 2027/2028 der Freien und Hansestadt Hamburg. Der Wissenschaftsausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft hat sich heute unter anderem mit dem Entwurf des Haushaltsplans der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWFG) befasst.

Die kürzlich zwischen den Hochschulen und der BWFG vereinbarten Ziel- und Leistungsvereinbarungen für 2027/2028 sind das Ergebnis intensiver Verhandlungen und eines Kompromisses. Die Hochschulen stehen zu den darin vereinbarten Leistungen. Aus Sicht der LHK droht damit dennoch eine Lücke zwischen diesen Verpflichtungen und den finanziellen Mitteln, die dafür zur Verfügung stehen. Aufgrund ihrer unterschiedlichen Strukturen und Ausgangslagen sind die Hochschulen von den finanziellen Rahmenbedingungen unterschiedlich stark betroffen. Bei einzelnen Hochschulen gefährden die Auswirkungen bereits jetzt die Aufrechterhaltung von Studienangeboten und die Umsetzung geplanter Entwicklungen.

„Hamburg hat ein starkes und leistungsfähiges Wissenschaftssystem und damit einen wichtigen Standortvorteil. Damit das so bleibt, braucht es ein klares politisches Bekenntnis zur Wissenschaft und verlässliche finanzielle Rahmenbedingungen. Wir sind bereit, Verantwortung zu übernehmen und unseren Beitrag zur Entwicklung Hamburgs zu leisten. Dafür brauchen wir aber auch die entsprechenden Voraussetzungen“, sagt Prof. Dr. Ute Lohrentz, Sprecherin der Landeshochschulkonferenz und Präsidentin der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg.

„Die Hamburger Hochschulen sind zentral für die Ausbildung der Fachkräfte von morgen und für die Innovationskraft der Stadt. Ist ihre Finanzierung nicht auskömmlich gesichert, ist nicht nur die Leistungsfähigkeit der Hochschulen gefährdet, sondern letztlich auch die Zukunftsfähigkeit Hamburgs“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Andreas Timm-Giel, stellvertretender Sprecher der Landeshochschulkonferenz und Präsident der Technischen Universität Hamburg.

Die LHK warnt davor, die aktuelle Situation allein als Frage einzelner Haushaltspositionen zu betrachten. Steigende Personal-, Energie- und Sachkosten bei unzureichender Gegenfinanzierung zwingen die Hochschulen zu Konsolidierungsmaßnahmen. Je nach Hochschule betrifft dies Studienangebote, Personal, Forschung, internationale Kooperationen, Digitalisierung und Wissenstransfer. Investitionen in Hochschulen schaffen die Voraussetzungen für die Fachkräfte, Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit, die Hamburg morgen braucht. Zugleich muss Hamburg attraktive Studien- und Forschungsbedingungen bieten, um wissenschaftliche und künstlerische Talente zu gewinnen und zu halten.

Die LHK fordert deshalb einen langfristig tragfähigen Finanzierungspfad, der die tatsächliche Kostenentwicklung berücksichtigt, die vereinbarten Leistungen absichert und den Hochschulen Planungssicherheit gibt. Nur so können Studienangebote, Forschung und Innovation gesichert und die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Wissenschaftsstandorts Hamburg erhalten werden.

Die Pressemitteilung steht hier zum Download bereit.