Aktivitäten

Wissenschaftsbrücke für die Ukraine

Hamburg richtet schnelle Hilfe für flüchtende Studierende und Wissenschaftler:innen ein

Die Behörde für Wissenschaft und Forschung und die Landeshochschulkonferenz verurteilen die kriegerische Aggression gegen die Ukraine auf das Schärfste. Von den Kampfhandlungen sind auch viele Beschäftige der dortigen Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen in Lebensgefahr. Mit einem kurzfristigen Beschluss möchten die Wissenschaftsbehörde und ein Zusammenschluss der Hamburger Hochschulen und außeruniversitärer Forschungseinrichtungen eine Wissenschaftsbrücke bauen, um bedrohten Wissenschaftler:innen und Studierenden aus der Ukraine zu helfen und ihnen zu ermöglichen von Hamburg aus in Sicherheit ihrer Arbeit nachzugehen. Die BWFGB stellt daher kurzfristig zusätzliche Mittel in Höhe von zunächst 100.000 Euro für das Projekt „Scholars at Risk“ bereit, um die Umsetzung der unbürokratischen und schnellen Hilfe zu unterstützen.

Wissenschaftssenatorin Katharina Fegebank: „Der Angriffskrieg auf die Ukraine durch Präsident Putin macht mich noch immer fassungslos. Meine Gedanken sind bei den Menschen in der Ukraine, die unermessliches Leid ertragen müssen. Mit dem Angriff auf die Ukraine hat Russland das Völkerrecht gebrochen und die bislang bestehende europäische Sicherheitsordnung in Frage gestellt. Der 24. Februar wird für immer ein schwarzer Tag für Europa, unseren Frieden, unsere Freiheit und unseren vielfältigen Kontinent. Es ist schon jetzt klar, dass auch die Wissenschaftsgemeinschaft stark betroffen ist: Zahlreiche Wissenschaftler:innen und Studierende sind auf der Flucht und fürchten um Ihr Leben. Es ist jetzt an uns, schnell und unbürokratisch zu helfen. Vor diesem Hintergrund haben wir beschlossen die ‚Hamburger Wissenschaftsbrücke Deutschland-Ukraine‘ ins Leben zu rufen Meine Behörde wird deswegen nun zusätzliche Mittel bereitstellen. Ich danke allen, die das nun möglich machen: Im Schulterschluss mit den Hamburger Hochschulen der Landeshochschulkonferenz Hamburg (LHK Hamburg) und den außeruniversitären Forschungseinrichtungen wollen wir ein unbürokratisches Netzwerk schaffen, um Wissenschaftler:innen und Hochschulmitarbeitende aus der Ukraine und Ihre Angehörigen sowie Studierende zu unterstützen. Ihre Kontakte und Netzwerke in die Ukraine können einen wichtigen Beitrag leisten. Dort, wo sich Betroffene melden, soll möglichst unkompliziert eine Aufnahme gewährleistet werden. Unsere Botschaft ist klar: Hamburg hilft und die Ukraine steht nicht allein.“

Prof. Dr. Andreas Timm-Giel, Präsident Technische Universität Hamburg und Vorsitzender Landeshochschulkonferenz (LHK): „Wir, die Hamburger Hochschulen, sind tief bestürzt über den Angriff auf die Ukraine. Unsere Solidarität gilt allen Betroffenen in der Ukraine und vor allem unseren hochschulischen Partnern, die wir in dieser Ausnahmesituation nach Kräften unterstützen. Dafür schaffen wir gemeinsam unbürokratische Zugänge für das Studieren und wissenschaftliche Arbeiten sowie dringend benötigten Wohnraum. Wissenschaft lebt von einem friedlichen und freien Austausch über Ländergrenzen hinweg. Wir glauben fest daran, dass Wissenschaft der Verständigung aller Nationen dient. Dafür stehen wir gemeinsam ein.“

Dr. Dorothea Rüland, Generalsekretärin Hamburg Institute of Advance Study (HIAS): „Demokratie und Freiheit, insbesondere auch die Freiheit der Wissenschaft, sind Grundwerte unserer Gesellschaft und stehen in diesen Tagen – wortwörtlich – unter Beschuss. Als HIAS stehen wir für diese Werte. Und wenn diese so brutal verletzt werden, müssen wir Position beziehen und handeln. Der freie Austausch Forschender, Lehrender und Studierender darf keine Grenzen kennen und verdient, ebenso wie die handelnden Personen, besonderen Schutz. Die Hamburger Wissenschaftsbrücke Deutschland-Ukraine unterstützen wir deshalb aus tiefster Überzeugung.“

Prof. Dr. Helmut Dosch, Vorsitzender DESY-Direktorium: „Wissenschaft ist ohne friedliche internationale Zusammenarbeit nicht möglich. DESY hat eine lange Tradition der ausgesprochen fruchtbaren Kooperation mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus aller Welt, auch aus der Ukraine und aus Russland, die nun beide unter dem kriegerischen Vorgehen der russischen Führung leiden. Wir begrüßen die Initiative der Hamburger Wissenschaftsbehörde und sind gern Teil dieses Brückenschlags. DESY stellt seine Gästehäuser geflüchteten ukrainischen Menschen zur Verfügung. Darüber hinaus verlängert DESY wo immer möglich Arbeitsverträge und Stipendien von Menschen aus der Ukraine und bietet eine psychologische Unterstützung über seinen Betriebsärztlichen Dienst an. Weitere Maßnahmen werden aktuell in enger Absprache mit den Betroffenen umgesetzt.“

Hintergrund

Scholars at Risk

Die Initiative Scholars at Risk (SAR) wurde 1999 in New York gegründet und ist inzwischen ein internationales Netzwerk aus über 500 Hochschulen in 38 Ländern. 2016 wurde die deutsche Sektion des Netzwerkes unter Federführung der Alexander von Humboldt-Stiftung in Bonn gegründet. Die Universität Hamburg ist als Gründungsmitglied von Anfang an dabei.

Weltweit werden Wissenschaftler:innen und angehende Akademiker:innen aufgrund ihrer Forschungen und Ideen verfolgt, bedroht und in ihrer Arbeit eingeschränkt. SAR ist als Antwort auf diese Entwicklung zu verstehen: Die Vereinigung setzt sich für akademische Freiheit und die Menschenrechte von Wissenschaftler:innen und Akademiker:innen in aller Welt ein.

Das 2018 auf Initiative der Universität Hamburg und von der BWFGB und den Hamburger Hochschulen verabschiedete Hamburg Programme for Scholars at Risk (HPSAR) zielt darauf ab, internationale Forschende in akute Notlagen zu unterstützen. Mit einem HPSAR-Stipendium können sich gefährdete Forschende im deutschen Wissenschaftssystem weiter qualifizieren und orientieren. Durch die Betreuung durch einen wissenschaftlichen Host kann die bzw. der Forschende die eigene Forschung perspektivisch weiterführen. Seit Programmbeginn konnten zehn gefährdete Forschende unterstützt werden.

Kontakt:

Telefon:+49 40 42838 8361
E-Mail: international-scholars@uni-hamburg.de

Wissenschaft in der Ukraine

In der Ukraine gibt es 282 staatliche und private Hochschulen (Stand 2019) mit rund 1,4 Millionen eingeschriebenen Studierenden. Die Ukraine ist seit dem Jahr 2005 vollwertiger Bologna-Vertragsstaat. Das bedeutet, dass die Studiengänge und -abschlüsse den einheitlichen EU-Standards entsprechen.

Rückfragen der Medien

Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung und Bezirke
Jon Mendrala, Pressesprecher
Telefon: 040 42863 2322
E-Mail: jon.mendrala@bwfgb.hamburg.de
Internet: https://www.hamburg.de/bwfgb/
Twitter: hh_bwfgb I Instagram: hh_bwfgb

Landeshochschulkonferenz (LHK)
c/o Technische Universität Hamburg (TUHH)
Franziska Trede, Pressereferentin
Telefon: 040 42878 3458
E-Mail: bendlin@tuhh.de
Internet: http://www.tuhh.de
Twitter: @TUHamburg

Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY
Thomas Zoufal, Pressesprecher
Telefon: 040 89981666
E-Mail: thomas-zoufal@desy.de
Internet: https://innovation.desy.de/

Text: Pressestelle der BWFGB

LHK fordert stärkere Berücksichtigung der Wissenschaft im Koalitionsvertrag

Die Hamburger Universitäten, Hochschulen und wissenschaftlichen Einrichtungen sind die Innovationstreiber für die Lösung offener Zukunftsfragen. Alle bundespolitisch relevanten Fragen stehen auch hier auf der wissenschaftlichen Agenda, deshalb leistet die Wissenschaft für die Gesellschaft in Deutschland einen wichtigen Beitrag. Wissenschaft entwickelt Impulse, Lösungen und Perspektiven in der Forschung und sorgt für den Transfer in die Gesellschaft. Gleichzeitig sorgen wir für den hochqualifizierten wissenschaftlichen Nachwuchs, eine wachsende Zahl von akademisch ausgebildeten Menschen, eine stets verbesserte Ausbildung. Deshalb brauchen Hamburgs Wissenschaftseinrichtungen eine starke Unterstützung auch aus der Bundespolitik.

Wissenschaftspolitik ist Innovationspolitik.

Wir erhoffen uns in Hamburg von einer neuen Bundesregierung Rückenwind und nachhaltige Unterstützung. Notwendige Beschlüsse und Maßnahmen erwarten wir zum Beispiel bei der Digitalisierungspauschale und der Schaffung angemessener rechtlicher und finanzieller Rahmenbedingungen in Forschung und Forschungsförderung. Wir unterstützen in diesem Zusammenhang ausdrücklich die Aussagen der Hochschulrektorenkonferenz vom 5. Oktober 2021:

https://www.hrk.de/presse/pressemitteilungen/pressemitteilung/meldung/koalitionsverhandlungen-im-bund-hrk-senat-draengt-auf-loesungen-fuer-offene-hochschulpolitische-fragen/

Erfolgreiche Unterzeichnung der Hamburger Zukunftsverträge zwischen der BWFGB und den Hochschulen der Freien und Hansestadt Hamburg

LHK-Vorsitzender Prof. Dr. Micha Teuscher: „Es ist in schwierigen Zeiten gemeinsam gelungen, Stabilität und Perspektive für die Wissenschaft in Hamburg herzustellen.“

Heute haben die Hamburger Wissenschaftssenatorin, Katharina Fegebank sowie alle Präsidenten der staatlichen Hochschulen die „Hamburger Zukunftsverträge“ unterzeichnet. Diese Verträge bilden die Basis der Ausstattung und des finanziellen Spielraumes für die Jahre 2021 bis 2027. Darüber hinaus wurden – hochschulindividuell – weitere Entwicklungsziele und Perspektiven darin festgehalten. Insgesamt wird das Paket seitens aller Beteiligten als ausgewogener Pakt in finanziell schwierigen Zeiten bewertet. Vor allem die Tatsache, dass die Hochschulen nun Planungssicherheit für die nächsten sieben Jahre haben, bedeutet positive Perspektiven für die Weiterentwicklung des Wissenschaftsstandorts Hamburg.

„Die Zukunftsverträge“, so LHK-Vorsitzender Micha Teuscher, „wurden durch die enge und gute Zusammenarbeit aller Beteiligten in vertrauensvollen und konstruktiven Verhandlungen mit der Behördenleitung sowie den beteiligten Mitarbeitenden der BWFGB erreicht. Dafür möchte ich mich bei allen ausdrücklich bedanken.“

Der geschlossene Vertrag beschreibt in einem hochschulübergreifenden Teil die allgemeine Entwicklung des Wissenschaftsstandortes Hamburg. Dabei werden die zentralen Bereiche Lehre, Forschung, Transfer, Innovationen, Digitalisierung und die zentrale Infrastruktur und deren Weiterentwicklungen beschrieben. In den hochschulindividuellen Teilen haben die jeweiligen Verhandlungspartner entsprechende Entwicklungsziele und Chancen für die Zukunft zusammengetragen. Der dritte und letzte Teil fasst im Umkehrschluss die Leistungen des Senates der Freien und Hansestadt Hamburg zusammen. Darin werden auch die generellen finanziellen Ressourcen für übergreifende Projekte und Aktivitäten dokumentiert. Insgesamt entsteht so ein stimmiger Vertrag mit einem Mantel sowie individuellen Passagen, der von allen Hochschulen in jeweiliger Abstimmung mit deren akademischen Gremien gezeichnet wurde.

Insbesondere die Pandemie fordert dabei natürlich auch von den Hochschulen einen Tribut, denn die finanziellen Belastungen bedeuten gerade für staatliche Institutionen auch, wenn möglich, einen Beitrag zu leisten. Somit konnten nicht alle Wünsche und Hoffnungen berücksichtigt werden. Dies wurde aber bei allen daraus folgenden notwendigen finanziellen Einschnitten fair, offen und konstruktiv behandelt, so Micha Teuscher. Einerseits ist daher auch klar, dass pandemiebedingt nicht immer alle ambitionierten Ziele derzeit so angegangen werden können, wie man es sich vielleicht wünschen würde und sich dadurch auch Verschiebungen ergeben können. Andererseits zeigt ja gerade der deutsche Forschungserfolg bei der Suche nach einem Impfstoff, wie wichtig Wissenschaft ist und warum dies gute Investitionen sind, die mittel- und langfristig große Bedeutung für uns alle haben.

Vor dem Hintergrund sehen die Hamburger staatlichen Hochschulen diesen in schwierigen Zeiten erfolgreich geschlossenen Vertrag als Aufbruchssignal für die Wissenschaft in Hamburg. „Die Hochschulen erkennen die Bemühungen der Freien und Hansestadt Hamburg an, insbesondere der BWFGB, unter den gegebenen Bedingungen dennoch die bestmögliche Basis zu bieten. Wir bewerten dies als starken Hinweis für den Stellenwert und als allgemein klares Bekenntnis zum Wissenschaftsstandort Hamburg. Gemeinsam haben wir festgestellt, dass in Post-Corona-Zeiten es dann wichtig sein wird, dass wir Hamburg weiter wettbewerbsfähig als Zentrum für Forschung, Lehre und Transfer mit seiner ganzen Breite ausbauen. Hamburg zum Leuchtturm der Wissenschaft im Norden zu machen, bleibt unser gemeinsam erklärtes Ziel“, so der LHK-Vorsitzende.

Die Pressemitteilung steht hier zum Download bereit.

Große Sorge um Wissenschaftsstandort Hamburg

Die Landeshochschulkonferenz Hamburg (LHK Hamburg) äußert ihre große Sorge um die zukünftige Entwicklung des Wissenschafts- und Hoch­schulstandortes Hamburg. „Wir benötigen jetzt Klarheit und Planungssicherheit, um in den gegebenen Rahmenbedingungen auch der Coronavirus-Pandemie realistische Erwartungen und durch die Hochschulen leistbare Ziele miteinander vereinbaren zu können“, so der LHK-Vorsitzende und Präsident der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg (HAW Hamburg), Prof. Dr. Micha Teuscher. „Ein leistungsfähiges Wissenschafts- und Innovationssystem und gut ausgebildete Fachkräfte sind für Hamburgs Zukunft essentiell. Dies kann jedoch mit den vorliegenden Hochschulvereinbarungen für die Jahre 2021-2027 nicht erreicht werden.“

Der Hintergrund: Die Universitäten und Hochschulen in Hamburg haben in den zurückliegenden Jahren trotz der unzureichenden Hochschulfinanzierung mit jährlich nur 0,88 Prozent Budgetsteigerung die sehr erfolgreiche Entwicklung der Wissenschaftsmetropole Hamburg realisieren können, auch im Wettbewerb mit anderen Wissenschaftsstandorten. Im Vertrauen auf eine Verbesserung der finanzpolitischen Rahmenbedingungen in den Hamburger Zukunftsverträgen 2021-2027 haben die Universitäten und Hochschulen das wachsende strukturelle Defizit durch den konsequenten Einsatz von Rücklagen ausgeglichen, um ihre Leistungsfähigkeit zu erhalten und auszubauen.

„Um in der aktuellen Situation eine Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit in Studium und Lehre genauso wie in Forschung und Transfer zu vermeiden, ist jedoch vor dem Hintergrund der in Kürze aufge­brauchten Rücklagen aktuell die Kompensation essentieller Finanzdefizite dringend erforderlich. Perspektivisch muss auch ein Ausgleich des strukturellen Defizits der Jahre 2016 bis 2020 in Höhe der Kostenschere in die finanzpolitische Strategie einbezogen werden“, so Teuscher. Der zugesagte Ausgleich von Tarif- und Besoldungssteigerungen sowie Inflation in Höhe von insgesamt bis 1,5 Prozent reichten da bei weitem nicht aus.

Den Hamburger Hochschulen sei dabei bewusst, dass die aus der Coronavirus-Pandemie resultierenden finanzpolitischen Herausforderungen enorm sind. „Zugleich sind wir zuversichtlich, dass im Geiste der bisherigen partnerschaftlichen Zusammenarbeit die nun dringend benötigte Klarheit und Planungssicherheit geschaffen werden kann – gerade in Zeiten der Coronavirus-Pandemie und ihren Auswirkungen auf Gesellschaft und Wirtschaft, in denen eine starke Wissenschaftslandschaft vonnöten ist, um der Freien und Hansestadt Hamburg als ver­lässlicher Partner weiterhin zur Seite zu stehen.

Die Pressemitteilung steht hier zum Download bereit.

Bürgerschaftswahl 2020: Hochschulpolitische Positionen – Podiumsdiskussion am 10.12.2019

Die Hochschulen Hamburgs haben unter anderem mit ihrem Leitbild, ihren Strategien und ihrer herausragenden wissenschaftlichen Arbeit ausgeprägte Bedeutung für die positive Entwicklung des Gemeinwesens. Durch permanente Unterfinanzierung und politische Rahmenvorgaben sind sie in der Weiterentwicklung von Forschung, Lehre und Bildung jedoch stark behindert. Die Hochschulen haben sich mehrfach dagegen gewendet und für einen Kurswechsel plädiert.

Anlässlich der Bürgerschaftswahl 2020 und vor dem Hintergrund der laufenden Verhandlungen zu den Hochschulvereinbarungen für den Zeitraum 2021-2027 hat die Landeshochschulkonferenz Hamburg (LHK Hamburg) gemeinsame Wahlprüfsteine formuliert.

Die Podiumsdiskussion geht den in den Wahlprüfsteinen formulierten Fragen nach – zur Finanzierung der Hochschulen, der Wissenschaftsfreiheit, den Arbeits- und Studienbedingungen sowie dem Hochschulbau. Die öffentliche Diskussionsveranstaltung wird durchgeführt von der LHK Hamburg und eröffnet den öffentlichen Diskurs der Hamburger Hochschulen zu den hochschulpolitischen Positionen der Hamburgischen Bürgerschaftsfraktionen.

WO UND WANN?

HAW Hamburg, Alexanderstraße 1, 20099 Hamburg (Versammlungsstätte)
Dienstag, 10. Dezember 2019, 18.00 bis 19.30 Uhr

PODIUMSDISKUSSION „Bürgerschaftswahl 2020: Hochschulpolitische Positionen“ mit den wissenschaftspolitischen Sprechern der Hamburgischen Bürgerschaftsfraktionen

Moderation: Marc Hasse

Zu den Wahlprüfsteinen

Die Pressemitteilung steht hier zum Download bereit.

Hamburger Hochschulen solidarisch mit jüdischer Gemeinde in Hamburg

In Deutschland erleben wir eine neue, lange nicht für möglich gehaltene Gewalt gegen Mitbürgerinnen und Mitbürger jüdischen Glaubens in Wort und Tat. Nicht erst die Ereignisse vom Mittwoch in Halle zeugen von der erschreckenden Dimension des Antisemitismus in Deutschland. Wer sich dem Terror gegen einzelne heute nicht entgegenstellt, wird morgen in einer unfreien und von Angst beherrschten Gesellschaft aufwachen. Der Antisemitismus bedroht unser aller Freiheit und Sicherheit und zerstört unsere Demokratie.

Die Hamburger Hochschulen setzen sich diesen Entwicklungen in aller Deutlichkeit entgegen. Orte der Wissenschaft in Hamburg sind Orte der Toleranz, Menschlichkeit und Verständigung.

Wir sagen daher laut und deutlich: Antisemitismus, Extremismus und Hass haben bei uns keinen Raum und werden in keiner Form geduldet. Immer und überall treten wir als Hochschulen dafür ein, dass jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger sich in Hamburg zuhause und sicher fühlen und Hamburg stolz ihre Heimat und sicheren Hafen nennen können. Der jüdische Alltag gehört hier her – ins Herz unserer Stadtkultur, in die Hörsäle und auf die Straßen unserer Hansestadt. Wir stehen solidarisch hinter und schützend vor den jüdischen Gemeinden und dem jüdischen Leben in Hamburg.

Die Pressemitteilung steht hier zum Download bereit.

Stellungnahme der Hamburger Hochschulen zur Situation in der Türkei

Der  Wissenschaftsstandort Hamburg ist weltoffen und lebt vom internationalen Austausch. Mit großer Besorgnis beobachten die Hamburger Hochschulen daher die aktuellen Entwicklungen in der Türkei und ihre Auswirkungen für die einzelnen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vor Ort sowie in Hamburg und Europa.

Die Hamburger Hochschulen unterhalten seit vielen Jahren vielfältige, vertrauensvolle Beziehungen zu Hochschulen und Wissenschaftlern in der Türkei, sei es durch gemeinsame Forschungsprojekte, in Form von Auslandsaufenthalten oder durch gemeinsame Veranstaltungen wie Kongresse, Fachtagungen und Konferenzen.

„Als Hamburger wissen wir aus unserer vom Handel und der Seefahrt geprägten Tradition heraus, dass gesellschaftlicher Fortschritt nur durch freies Denken, offenen Dialog und den persönlichen Austausch über nationale Grenzen hinweg möglich ist.

Die aktuellen Restriktionen für die Angehörigen türkischer Hochschulen behindern nicht nur die Entfaltungsmöglichkeiten einzelner Wissenschaftler und Studierender sondern sie machen eine freie Forschung und Lehre vollständig unmöglich. Damit werden nicht nur die freiheitlichen Grundrechte der Menschen in der Türkei beschnitten, sondern es wird die Innovationskraft der Türkei und damit die positive wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung insgesamt leiden.“

Dr.-Ing. Walter Pelka, Sprecher der Landeshochschulkonferenz Hamburg und
Präsident der HafenCity Universität Hamburg

Weitere Statements:

„Was an türkischen Hochschulen passiert, ist zutiefst beunruhigend. In Hamburg spüren wir bereits die ersten Auswirkungen staatlicher Eingriffe in die Autonomie und Freiheit der Hochschulen. Zahlreiche türkische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben aufgrund der aktuellen Restriktionen ihre Teilnahme an Kongressen in Hamburg absagen müssen. Ich habe das zum Anlass genommen, um dem türkischen Generalkonsul unsere tiefe Besorgnis über die Ausreisebeschränkungen mitzuteilen und ihn gebeten, dass türkische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler nach Hamburg reisen und ihre Kooperationen fortsetzen dürfen.“

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung

Web-Link: Universität Hamburg zeigt sich solidarisch mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus der Türkei (22. Juli 2016)

Web-Link: Statement der HAW Hamburg zur Situation in der Türkei (26. Juli 2016)

Die Stellungnahme steht hier zum Download bereit.

Gemeinsam für die Wissenschaft in Hamburg

Landeshochschulkonferenz Hamburg (LHK) und Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung geben eine gemeinsame Erklärung über die Grundzüge der Zusammenarbeit am Wissenschaftsstandort Hamburg ab

Die Präsidenten der Hamburger Hochschulen und die Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung haben heute in einer Pressekonferenz in der HafenCity Universität Hamburg eine gemeinsame Erklärung über den Kurs in der Hochschulpolitik für den Wissenschaftsstandort Hamburg abgeben. In der Erklärung mit dem Titel „Gemeinsam für die Wissenschaft in Hamburg“ einigen sich beide Parteien auf Grundzüge in der zukünftigen Zusammenarbeit.

Das Papier steht hier zum Download bereit.

Hochschulpolitik Pressekonferenz

Landeshochschulkonferenz Hamburg (LHK) stellt gemeinsames Papier zum Hochschulsystem und zur Hochschulpolitik vor

Die Präsidenten der Hamburger Hochschulen haben heute in einer Pressekonferenz in der HafenCity Universität Hamburg ihr gemeinsam verfasstes Papier mit dem Titel „Aus Kenntnis und Verantwortung. Denkschrift zum Hochschulsystem und zur Hochschulpolitik in der Freien und Hansestadt Hamburg“ vorgestellt. Darin werden die Leistungen und Erfolge der Hamburger Hochschulen bilanziert sowie konkrete Empfehlungen an Politik und Öffentlichkeit zur künftigen Wettbewerbsfähigkeit des Wissenschaftsstandorts Hamburg formuliert.

Nach der Veröffentlichung verschiedener Positionspapiere der ehemaligen Wissenschaftssenatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt (inzwischen Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen) und der ehemaligen Politiker Klaus von Dohnanyi, Willfried Maier und Wolfgang Peiner sowie der Patriotischen Gesellschaft stellt die heute vorgestellte Denkschrift erstmals die Eigenperspektive der Präsidenten der Hamburger Hochschulen dar.

Die bereits vor der Bürgerschaftswahl von den Hamburger Hochschulen verfasste Denkschrift soll ein Grundlagenpapier für die zukünftige Zusammenarbeit der Hamburger Hochschulen mit der Behörde für Wissenschaft und Forschung sein.

Das Papier der Präsidenten der Hamburger Hochschulen sowie die im Januar vorgestellte „Studie zum Wirtschaftsfaktor Hochschule in der Freien und Hansestadt Hamburg“ des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) stehen hier als Download für Sie bereit:

Denkschrift zum Hochschulsystem und zur Hochschulpolitik in der Freien und Hansestadt Hamburg

Wirtschaftsfaktor Hochschule Studie 2015